Herzlich willkommen

Nachruf:

Wir verabschieden uns von unserem "Präse"

Die Lai­en­büh­ne Frei­sing trau­ert um ihren Grün­dungs­vor­sit­zen­den Ru­dolf Schwai­ger, der An­fang No­vem­ber im Alter von 80 Jah­ren ge­stor­ben ist. Ge­bo­ren in St. Ma­ri­en (Ös­ter­reich), kam Schwai­ger nach dem Krieg mit sei­ner Fa­mi­lie nach Frei­sing, wo er auf­wuchs. Der ehe­ma­li­ge Kri­mi­nal­be­am­te stieg be­reits zur Zeit der Frei­sin­ger Lai­en­spiel­ge­mein­schaft von Simon Huber auf die Bret­ter, die auch für ihn die Welt be­deu­te­ten. Nach Hu­bers Aus­stieg 1988 ge­hör­te Ru­dolf Schwai­ger zu den Grün­dern der nach­fol­gen­den Lai­en­büh­ne Frei­sing e. V. – und er über­nahm auch gleich Ver­ant­wor­tung als 1. Vor­sit­zen­der, als „Präse“, wie er in den fol­gen­den zwei Jahr­zehn­ten an­er­ken­nend und lie­be­voll ge­nannt wurde. Un­ter­stützt wurde er dabei von sei­ner Frau Rita, die eben­falls zum Grün­der-Stamm ge­hör­te, eben­falls auf den Thea­ter­bret­tern stand und von 1988 bis 2006 im Vor­stand als Schrift­füh­re­rin aktiv war. Auch die bei­den Söhne Ru­dolf und Mi­cha­el stan­den mit ihrem Vater ge­mein­sam auf der Bühne. In Ru­dolf Schwai­gers Ära fie­len neben vie­len er­folg­rei­chen In­sze­nie­run­gen der ein­zel­nen Re­gis­seu­re vor allem das Gast­spiel 1997 im Münch­ner Gas­teig mit der „Kur­pfu­sche­rin“ und 2002 mit dem „Brand­ner Kas­par“ in Waid­ho­fen/Ybbs. Und auch den Kul­tur­preis des Land­krei­ses für 2005 durf­te er ent­ge­gen­neh­men. 2008 über­gab er die Ge­schäf­te an sei­nen Nach­fol­ger Adolf Gum­ber­ger. Auf der Bühne sah man Ru­dolf Schwai­ger in mar­kan­ten Rol­len: Sze­nen­ap­plaus gab es für ihn als Kri­mi­na­ler im „Graf Schor­schi“ oder als skur­ri­ler Ver­eins­vor­stand im „Geis­ter­bräu“. Zudem war der Rudi als Hob­by­hand­wer­ker eine der ver­läss­li­chen und ver­sier­ten Kräf­te im Büh­nen­bau. Bis zu­letzt hielt der Fa­mi­li­en­va­ter und lei­den­schaft­li­che Gro­ßva­ter der Bühne auch nach sei­nem Aus­schei­den aus dem Ver­ein die Treue und ge­hör­te zum Pu­bli­kum.

Die Mitglieder der Laienbühne Freising e.V. werden ihn nie vergessen und wünschen der Familie sowie allen Angehörigen viel Kraft für die Zukunft.


____________________________________________________

Liebe Theaterfreunde,

leider müssen wir Euch mitteilen, dass es auch im Jahr 2022 keine Inszenierung der Laienbühne Freising e.V. geben wird. Uns blutet das Theaterherz, aber – um es mit dem schicksalsergebenen Bayern zu sagen: "Huift ja nix". Zu unsicher und zu riskant wäre es gewesen, für Herbst die Aufführung von „Die kleine Welt“ vorzusehen. Und schon die Proben, wären nur unter strengen Auflagen möglich gewesen. Hinzukommt, dass der Verein ein großes finanzielles Risiko eingegangen wäre, wenn er die Inszenierung in die Wege geleitet hätte, ohne zu wissen, ob und mit wie vielen Zuschauern das Stück unter Regie von Wolfgang Schnetz auf die Bühne gebracht werden kann. Wir haben lange überlegt und uns die Entscheidung sehr schwer gemacht, uns dann aber traurigen Herzens dazu entschlossen, uns zum dritten Mal in Folge der Corona-Situation zu beugen und kein Theaterstück auf die Bühne zu bringen. Jetzt hoffen wir, dass es 2023 klappt. Wolfgang Schnetz steht bereits in den Startlöchern, um ab Frühjahr endlich mit den langersehnten Proben zu beginnen und Euch, liebes Publikum, ab Herbst in die nicht nur kleine, sondern vor allem amüsante Welt von Bäckermeister Weinzierl zu entführen.

Spätestens bis dann. Man sieht sich!

Eure Vorstandschaft der Laienbühne Freising e.V.

Wer sich bis Herbst 2023 nicht gedulden möchte, hat nach wie vor die Möglichkeit, unsere Inszenierung aus dem Jahr 2014 und gleichzeitig Wolfgang Schnetz` Regiedebüt "Der alte Feinschmecker" als Stream zu genießen.

KONTAKT | IMPRESSUM | DISCLAIMER | DATENSCHUTZERKLÄRUNG | SITEMAP